Freitag, 10. Juli 2009

Who's dead!

Mit dieser makabren Überschrift möchte ich mich kurz melden (normalerweise mache ich ja in den Ferien auch Blogferien ;P), weil es mich schlicht und ergreifend ankotzt. Ich kann es nicht anders sagen und will auch gar nicht erst so tun, als wollte ich das. Es kotzt michv erdammt nochmal an, dass Michael Jackson nun bereits seit einer Woche tagtäglich erneut stirbt! Keine Zeitung, die sich nicht mit seiner Totenmaske schmückt, kein Boulevardmagazin, dass keine Verschwörungstheorien aufstellt.
"Jacko womöglich ermordet?" Haltet die Fresse! Haltet doch einfach die Fresse! Mein Gott, Michael Jackson, seines Zeichens Tofunasenbesitzer und Bleichgesicht, ist in meinen Augen bereits seit Jahren tot - sowohl im Business, als auch privat -, so Leid es mir tut. Er hat so ziemlich alle Skandale (außer einer ungewollten Schwangerschaft) schon miterlebt, hatte anscheinend kleine Kinder etwas zu gern oder schmiss sie gleich vom Balkon und sowieso war er körperlich weniger als ein Gerippe. Warum also ist es unverständlich, dass dieser Mensch frühzeitig stirbt? Warum? Wie viel mehr kann man seinem Körper schaden, als es Michael Jackson getan hat? Meiner Meinung nach war er glücklich, dass er überhaupt so alt geworden ist.
"Experten sagen: So schnell wird es keinen solchen Musiker erneut geben" Wow. Da könnte sogar ich als Experte durchgehen. Da kann man ja genau so gut als "Experte" sagen: "In den Film "New Moon" werden zu einem Großteil auch Besucher des "Twilight"-Filmes gehen." Oder der große Experte sagt: "Der letzte "Harry Potter"-Band könnte ein Erfolg werden." Oder er sagt: "So eine Jahrtausendwende wird es in den nächsten drei-, vierhundert Jahren nicht wieder geben!" Hallo? Logische Folge? Wenn jemand schon jeden Furzpreis im gesamten Hundert-Morgen-Wald abgesahnt hat, wie zur Hölle soll der denn "in der nächsten Zeit" überboten werden?

Um es kurz zu halten:
Ich achtete Michael Jacksons Musik und seinen Tanz, dass er so inspirierend war für viele. Trotzdem behalte ich mir vor, ihn jetzt nicht heulerisch ganz supi zu finden, wie es heute jeder tut. Ich fand ihn vorher ganz okay, jetzt, wo er tot ist, finde ich das noch immer. Wer ihn vor seinem Tod nicht mochte, und jetzt so tut, als wäre es eine Beleidigung gegenüber des Toten, der hat sich geschnitten.

Heute auf einmal jeden Fehltritt von Michael Jackson zu entschuldigen und für all sein Tun auf Erden begeistert in die Luft zu springen, DAS ist für mich eine Beleidigung des Toten. DAS sind für mich falsche Freunde. Und genau die sind der Grund, warum Michael Jackson so früh gestorben ist:
Alles, was er je gebraucht hätte, wären echte Freunde gewesen, die ihn zurück auf den rechten Weg bringen und ihn dort halten. Und von denen hat er leider ausgerechnet kurz nach seinem Tod am wenigsten.

Samstag, 20. Juni 2009

Mondsucht


Jetzt folgt mal wieder eine kleine Kurzgeschichte, die mir persönlich viel bedeutet, was allerdings kaum jemand verstehen wird. Möglicherweise ist sie nicht gut, möglicherweise ist sie es doch. Das ist mir egal, ich will sie genau so, wie sie hier ist, ganz unabhängig von jeglicher Kritik. Niemand wird sie richtig interpretieren können. Und das will ich so. Gegebenenfalls viel Spaß und ein schönes Wochenende, wünsche ich.

Mondsucht

„Wie weit magst du entfernt sein, schöner Mond?“, dachte er sich. „Zu weit für meine Hände, dich zu greifen? Sicherlich. Viel weiter.“
Er überschlug seine Beine auf der Bank und legte eine Hand auf das Holz. Tau hatte sich bereits auf die Umgebung gelegt. Durch den dichten Nebel schummerte der Mond hindurch, den er unentwegt anstarrte. Zu poetischen Höchstleistungen triebe der Mond ihn, so sagte er. Kaum etwas anderes Schönes fiel ihm mehr auf, so sehr konzentrierten sich seine Gedanken auf ihn. Doch an diesem Abend ging es weiter als sonst.
„Dein Licht muss wundervoll sein. So stelle ich es mir vor. Klar und hell, weiß, ohne den grässlichen Kranz, den der Nebel dich um deine klare Kontur werfen lässt. Wunderschön und unschuldig muss es sein, dein Licht.“, fantasierte er, den vollen Mond fest im Blick. Am liebsten hätte er ihn besessen. „Vielleicht könnte ich das. Dich besitzen. Obwohl …“ Sein Arm streckte sich fast ganz in den Himmel und seine Hand griff in die kühle Luft. „Obwohl du doch so weit weg bist. Auch, wenn ich mir nicht sicher sein kann, der Nebel ist zu dicht.“ Tief in ihm klang es leise nach:
Du weißt es nicht. Vielleicht ist er näher, als du denkst. „Ja.“, sagte er leise zu sich selbst, „Ja, vielleicht ist er das.“ Und er lächelte, als es ihn zu seinem Bett zog.
In der nächsten Nacht saß er wieder dort. Seine Pupillen weiteten sich im Anblick des Mondes, der noch immer hinter dem dichten Nebelschleier hing. Wie gern er den Mond in voller Pracht sähe, nie hatte er ihn ohne den Nebel zu Gesicht bekommen. Er fürchtete sich davor, sich den Mond von einer anderen Stelle als dem Platz am See anzuschauen. An fremden Orten waren fremde Menschen. Menschen, die ihn nicht verstanden, die ihn auslachten. „Dort“, schrien sie, voller Missachtung in der Stimme, „Dort sitzt er und begafft den Mond, wie jede Nacht!“ - „Zieht ihn doch zu uns! Leben soll er, als gäbe es kein morgen!“ Kein Fremder hatte je verstanden, was ihn am Mond faszinierte. „Klar“, meinten sie dann immer, „der Mond ist schön. Natürlich wäre es eine schöne Sache, ihn zu greifen und zu besitzen. Er ist aber einfach zu weit weg, glaube ich, und so sehr will ich es dann doch nicht.“
Er rutschte auf der Bank hin und her. „Wie weit denn nun? Wenn ich es wüsste, könnte ich mir überlegen, ob ich es schaffe, dich zu besitzen! Auch, wenn du sicherlich zu weit weg bist!“ Und der kleine Teil von ihm hallte nach:
Nicht sicherlich. Es gibt eine Möglichkeit, eine unwahrscheinliche Chance. Da lächelte er wieder den leuchtenden Ball über sich an. Es war jede Nacht Vollmond. Der schummrige Kranz um die Kugel vibrierte leicht. „Du willst doch auch, dass ich dich sehe? Dass ich weiß, wie weit du weg bist?“, rief er ihm zu. Er war sich nicht sicher, wahrscheinlich würde er doch enttäuscht. Der Mond war, das hatte ihm ja jeder gesagt, zu weit entfernt, um ihn greifen zu können. Diese Nacht schlief er nicht, in seinem Kopf überschlugen sich fantastischste Ideen der Pracht des Mondes. Träume, wie er in die Luft griff und ihn einfach herunterzog. Träume, die für ihn nur Träume waren. „Niemals kann das passieren.“, wiederholte er und rollte sich von einer Seite auf die andere, „Niemals.“
Seine Augen trauten sich in der nächsten Nacht kaum zu blinzeln. Es war Vollmond. Es war immer Vollmond. „Du da oben!“, schrie er, „Wie weit bist du entfernt? Ich sehe dich nie richtig! Dieser Nebel! Mach‘ doch, dass er verschwindet!“ Doch er verschwand nicht einfach so. Als er erneut auf der Bank zusammensackte, stöhnte er laut. Die ganze Nacht verbrachte er damit, den Mond anzustarren, in der Hoffnung, dass er aus seinem Zugzwang gezogen würde. Es passierte nicht, nur leicht schimmerte der Mond wie jede Nacht durch den Nebel. Wie jede Nacht griff er in der Luft danach. Sprach mit sich selbst. Wie jede Nacht gab es irgendwo in ihm ein Echo.
Dann könntest du ihn haben und niemand außer dir.
Die Perfektion des Mondes hielt ihn zwei Nächte lang wach, seine Augen waren blutunterlaufen, aber nicht davon abzubringen, das Leuchten zu fixieren. „Was denn nur?“, sagte er, „Will ich den Nebel oder will ich ihn nicht? Es ist die Sehnsucht nach Gewissheit, die ihn verbannt; es ist Feigheit meiner Fantasie, die Enttäuschung fürchtet und ihn hier will!“ Gewissheit ist doch angenehmer. Möglicherweise war Gewissheit das, möglicherweise nicht. Gewiss ist allerdings, dass er in diesem Moment empfänglich für diese Botschaft war. „Ja, Gewissheit ist schöner.“, stellte er fest. Vier Nächte verbrachte er damit, sich genau auszumalen, wie es sein würde, wenn er den Nebel verschwinden ließe. Vier Nächte lang, in denen es Vollmond war.
In der fünften Nacht ging er erneut zum See. Das Wasser plätscherte seicht gegen das Ufer, in gleichbleibendem Rhythmus. Es beruhigt ihn leicht, jedoch konnte nichts seine Aufregung verschwinden lassen, geschweige denn, sie verbergen. Er sorgte für einen festen Stand, der kleine Teil in ihm, der schrie:
Los! Tu es! Es besteht die Möglichkeit!, wurde lauter und lauter. Nie war dieser Teil von ihm lauter als der Rest, doch er wollte nur ihn hören. „Ja.“, sagte er, „Gewissheit ist das Beste.“ Er hob seine Arme in den Himmel und rief in die taube Nacht hinein. Und seine Worte ließen den Nebel weichen.
Seine Augen tränten vor Begeisterung, als er den Mond ansah. Dann gerieten seine Gedanken aus den Fugen, sein Gesicht verzerrte sich zur Fratze, er kniff die Augen zu, fiel zurück auf seine Bank. Der Mond brannte grell in seinen Augen, sein helles Licht schien durch ihn hindurch, durchleuchtete seine Seele und verkohlte alles, was nicht dem Monde huldigte. Der kleine Teil schrie:
Jetzt sieh’ doch hin! Was ist denn! Wie weit? Wie weit? Und als er die Augen aufschlug, um nachzusehen, riss der Teil aus ihm heraus. „So …“, keuchte er, „So … weit weg.“ Die Gewissheit, nie den Mond besitzen zu können. Das Wissen, ihn niemals greifen zu können, schlug ihm ins Gesicht. Der Teil von ihm zerrte sich endgültig aus seinem Gewebe und flog zum Mond. Dem Einzigen, was die Stimme je angestrebt hatte. Dem Einzigen, was die Stimme anstreben wollte. Und der Teil flog und flog, bis er den Mond besaß. Klatschte auf die Spiegelung im Wasser und tauchte, im Irrglauben, im Mond zu sein, tiefer und tiefer hinab. Bis zum Grund. Er lag weiterhin auf der Bank und griff nach dem Mond, der zu weit weg war. Viel zu weit. Er versuchte, sich vorzustellen, wie weit, und es war weiter, als er es sich denken konnte. Es war so weit, wie er es immer geglaubt hatte. Er verfluchte die Stimme, er verfluchte den Nebel, wünschte ihn zurück. Das war unmöglich. Niemand könnte den Nebel zurückbringen. Und selbst, wenn es jemand könnte, die Wahrheit, das wahre Gesicht des Mondes, sein zynischer Blick, seine Fehler, seine dunklen Stellen, all das war für immer in seinen Gedanken festgebrannt. Er wollte diese Gedanken abschütteln.
Er wandte sich hin und her, voller Schmerz, den die Wahrheit brachte. „Kunst!“, schrie er. „Wahrheit zerstört die Kunst!“, schrie er weiter, wusste nicht, was es sollte. Der taube Mond belächelte ihn höhnisch. „Wahrheit zerstört alles!“ Tausende Gedanken rasten durch seinen Kopf. Was Wahrheit vernichtete, was er nun tun sollte, was war, was würde. Und jeder neue Gedanke ließ seine Erinnerung an die schöne Fantasie des greifbaren Mondes verblassen. Der Gedanke an die Übelkeit erregende Entfernung tötete diesen Traum. Er warf sich auf den Boden, seine Hände versanken in der feuchten Erde, griffen sie. In dem Moment traf er einen Entschluss. „Ich muss sie wiederfinden.“, stellte er fest. Er wollte sie zurück, die Stimme, die ihm solch schöne Hoffnungen gemacht hatte. Erst wollte er sie aus Rache, dann aus Angst, nie wieder so schön fühlen zu können. Er wollte sie erst nutzen und dann zerstören. Doch er wusste, dass er sie nie zerstören könnte. Aber er wusste, dass er sie finden musste.
Mit dieser Gewissheit stand er auf. Er rieb den Dreck an seinem Hemd ab, warf einen Blick auf den grässlichen Mond. Dann tat er den ersten Schritt. Sobald er in Bewegung war, ging das Laufen, wie von selbst. Und mit diesen Gedanken stieg er hinab. Erst wurde es kalt an seinen Füßen, darauf an seinen Beinen, am Unterkörper. Er stieg hinab, er ließ sich fallen. Ließ sich fallen und suchte nach der Stimme. Ließ sich fallen und suchte nach seinem Herzen, das irgendwo in dem schwarzen See ruhte.
Er warf einen letzten Blick in den Himmel und ließ sich fallen in den eisigen Mond. Für immer.

Freitag, 19. Juni 2009

GzA: "Amadeus" Kritik

Heute in Musik zwang uns unsere übergewichtige Lehrerin (die übrigens noch immer versucht, mir zu erklären, dass es einen gravierenden Unterschied zwischen diminuendo und decrescendo gäbe) über den Film "Amadeus" die eigenen Geedanken zu skizzieren. Wie wohl immer fiel das bei mir leicht ... nun ja, zynisch aus.

Amadeus - Ein Film, der zumindest namentlich von Gott geliebt wird

Sabbernd, mit wirrem Blick setzt er seine Rasierklinge an, versucht, sich umzubringen. Schreit laut, behauptet, Mozart getötet zu haben. Gestatten: Antonio Salieri, angesehener wieder Hofkomponist des 18. Jahrhunderts. Nur einem Pfarrer will er seine Geschichte beichten, die aussieht, wie folgt: Salieri wünscht sich seit jeher nichts sehnlicher, als Komponist zu sein. Gut, viele Kunder wollen Ponys, aber lassen wir diesen Wunsch ohne Werung. Was passiert also?
Richtig, er wird überraschenderweise tatsächlich Notenjongleur, sieht sein musikalisches Monopol allerdings schnell durch einen allem Anschein nach Geistesgestörten gefährdet, der - frei nach dem Motto: "Der Vogelfänger bin ich ja, stets lustig, heissa, hopssasa!" - mit seiner Zauberflöte polygamen sexuellen Ausschweifungen fröhnte und so gern dem Rock 'n' Roll durch das Spiel auf brennenden Cembali huldigt, wie kein Punk der Renaissance zuvor. Wolfgang Amadeus Mozart muss sich in seinem ehrenvollen Massengrab wirklich eine Irokesenperücke freuen, dass er in diesem Film so dargestellt wird. Ad rem:
Mozart, der sich als bodenlos genialer und evenso bodenlos unzurechnungsfähiger Zeitgenosse zu erkennen gibt, dem selbst die Unfähigkeit seiner offensichtlich sprachgestörten ische, seinen Namen korrekt auszusprechen, egal zu sein scheint, verdrängt Salieri, der wird böse, verflucht Gott, entscheidet, ihn zu töten. Also, Mozart. Er lässt den Wolfgang auch ein Requiem schreiben - für sich selbst, welch' diabolischer Plan. Wa. Ha. Ha.
Ha.
Das Einde vom Lied ist Mozarts mysteriöser Tod; niemand weiß, ob Salieri in jetzt vergiftet hat oder nicht, und ständig springt Mozarts Vater (seines Zeichens ursprünglich bekennender Toter) im "Don Giovanni"-Outfit aus einer dunklen Ecke und jagt seinem verrückt lachenden Söhnchen eine Heidenangst ein.
Vor allem der Spannungsbogen leidet unter dem leicht epischen Grundgedanken: Man weiß, wer stirbt; man weiß, wer tötet. Spannung pur für jene, die ihre Fingernägel zum Ende von "Titanic" knabberten und sich bei "Romeo und Julia" ein Happy End erhofften. Für jeden anderen ist allerdings ein simpler "Tatort" sicherlich interessanter. Was sagen Sie? Das klingt zynisch und ich gebrauche eine intantile Sprache? Vielleicht. Meine Meinung ändert sich durch den Wortlaut allerdings nicht.
Die historische Korrektheit werde ich hier nicht anzweifeln. Sie ist schließlich nicht vorhanden - Salieri war anerkannt und meines Wissens nach sogar höher angesehen als Mozart. Ob jetzt die Hauptpersonen sich hassen oder nicht - was soll's! Wie war das mit Marie Antoinette? Ist sie auf dem Schafott umgekommen, oder war das ...? Ist ja auch egal, interessiert doch keinen, Hauptsache ist, die Zuschauer sehen es sich an!

Warum ich kein gutes Haar an der gepuderten Perücke dieses Filmse lasse? Weil ich das nie tue. Vielleicht ist das ja alles infantil. Mein Benehmen. Meine Sprache. Aber Mozart hätte das garantiert auch so geschrieben.
Und der war ja schließlich genial.

Damit ein schönes Wochenende euch allen!

Montag, 15. Juni 2009

Werbeeinspieler

Du wolltest schon immer wissen, ob du und dein Partner zusammenpassen, findest aber nie die Zeit, dich mit seiner Persönlichkeit auseinanderzusetzen? Mach' doch Fotos von deinem und seinem Hintern!

Dann sende Love1 Leerzeichen Deinen Hintern Leerzeichen Den Hintern deines Schatzes an die 01234!

So passt auch ihr wie Arsch auf Eimer.

Mittwoch, 10. Juni 2009

Krass-onts und andere Schweinereien

Sicherlich wird mir an dieser Stelle zum tausendsten Male vorgehalten, ich kümmere mich nicht um mein Blog - zu recht. Jedoch muss ich anmerken, dass ich in Frankreich war und danach quasi ununterbrochen für unser Theaterstück habe proben müssen. Für "Hase Hase", dazu aber später mehr.
Jetz erstmal schmeiße ich meinen Fokus einem pantomimischen Lasso gleich auf das genannte Land: Frankreich.
Assoziationen zu Frankreich aus Deutschland sehen so aus: "Schnecken, schwul, Wein, geringelte Hemden, Baguette, Croissant!" Aber ist das in Ordnung? Darf ein einfacher Blogger dem großen Seneca mir nichts dir nichts seinen Interlocutor klauen und selbst verwenden?! Unerhört sowas. Ad rem: Ist das in Ordnung? "Klaro, in Frankreich denken sie auch, alle Deutschen haben Lederhosen und schreien Heil Hitler, wenn sie sich über 'n Sonderangebot bei LIDL freuen!" Miep. Falsch, da muss sich der werte Kandidat wieder setzen. Zwar rühmen wir Deutschen uns damit, dass sowieso jeder von uns ein schlechtes Bild von uns habe, ich muss das aber als inkorrekt abstempeln. In Frankreich bin ich keinem einzigen stereotypen Spruch begegnet, geschweige denn irgendwelchen Vorurteilen. Höchstens, dass wir Deutschen sehr pünktlich sind.
Das ist jedoch eh war.
Ich jedenfalls erkannte in Frankreich sofort, dass die Ernährung anderen Regeln folgt. Fleisch wurde oft ersetzt durch Käse, Käse durch größere Mengen Käse und alles andere durch Marmelade. Tatsächlich isst man dort Crepes zu allem. Nutellacrepes, Schinkencrepes, Haifischflossencrepes, Kleine-Kinder-Crepes. Trotzdem war es immer ein Vergnügen. Ich hab' viele neue Freunde gefunden und bin looking forward to meeting sie erneut - nächstes Jahr warhscheinlich.
Bis ganz bald, ich hab' ja noch viel zu erzählen ;D

Ausschnitte aus meinem Leben

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